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Romane in Österreich: Buchillustration von Fritz von Herzmanovsky Orlando

Österreichische Literatur: 7 Bestseller für die Suche nach Österreichs Seele

Österreichische Literatur. Spätestens seit Sigmund Freud ist klar, dass Österreicher seltsam sein können. Umso wichtiger ist es zu verstehen, woher sie kommen und wie sie ticken, will man die lokale Kultur erschließen. Um Ihnen dabei zu helfen, habe ich XNUMX Bücher zusammengestellt, die einige Schlüssel enthalten.

Was kann man von österreichischer Literatur erwarten? Kurz gesagt, viele österreichische Schriftsteller vor dem Zweiten Weltkrieg und der Zweiten Republik schrieben bisweilen komische und bizarre Geschichten mit lokalen historischen Referenzen. Hingegen thematisieren viele zeitgenössische Schriftsteller wie Elfriede Jelinek oder Thomas Bernhard soziale Phänomene wie häusliche Gewalt mit intensiver und ungewöhnlicher Sprache.

Finden Sie in der folgenden Liste heraus, welche der sieben besten Romane in Österreich Sie lesen möchten, um eine tiefere Verbindung zur Stadt herzustellen. Übrigens wurden alle Bücher, die ich unten beschreibe, übersetzt Englisch und sind bei Amazon erhältlich.

1. Die Welt von Gestern, von Stefan Zweig

Stefan Zweig und mehr: Cafe Central ViennaÖsterreichische Literatur. "Warum hat mir nie jemand von diesem Buch erzählt?" ein Amazon-Leser von Die Welt von gestern fragte. Ein weiterer guter Grund, es hier zu erwähnen. Dies ist eindeutig ein Muss für Geschichtsfans. Stellen Sie sich eine Geschichte vor, die das ganze Gewicht, die Nostalgie und die Verzweiflung von jemandem trägt, der das österreichisch-ungarische Reich in Stücke zerbrechen sah. In dem Welt von gestern Die Leser verfolgen Zweig genau, während er Hungersnot, Bürgerkrieg, zwei Weltkriege und Antisemitismus aus erster Hand erlebt. Als er schließlich zusammen mit seiner Frau Zweig aus Österreich flieht, denkt er immer noch daran, ein neues Leben zu beginnen.

Aber die Diaspora hat seine ganze Welt zerstört: Nur 18 Monate bevor die Alliierten Österreich befreiten, begingen Stefan Zweig und seine Frau in Rio de Janeiro Selbstmord. Für ihre beliebtesten Romane verwendeten der jüdisch-wienerische Bürgerliche und Intellektuelle Stefan Zweig (1881 bis 1942) und andere Autoren seiner Zeit oft autobiografisches Material.  

2. Die Schachnovelle, von Stefan Zweig

Österreichische Literatur. Nach nur wenigen Seiten der Schach Roman (Schachnovelle) Stefan Zweig packt dich so fest, dass es kein Zurück mehr gibt. Zu einer Zeit, als Sigmund Freud den menschlichen Geist erforschte, verwebte Zweig historische und psychologische Themen, die seine eigene Vergangenheit berührten, zu einem brillanten Psychodrama: Während einer Atlantikkreuzfahrt von New York nach Buenos Aires nach dem Zweiten WeltkriegEin Millionär fordert einen berühmten Schachspieler heraus. Während das Spiel seinen Lauf nimmt, kommt ein mysteriöser Dr. B aus Österreich dem Millionär zu Hilfe. Nachdem das Schachspiel vorbei ist, enthüllt der Erzähler den tragischen Grund für die genialen Schachfähigkeiten des Arztes.

Als die Nazis Dr. B gefangen nahmen, verbrachte er Jahre in einer Isolationszelle, ohne jegliche Ablenkung. In dieser Zeit spielte er 150 verschiedene Schachpartien gegen sich selbst - nur in seinem Kopf. Ehrlich gesagt würde ich selbst wahrscheinlich manisch und dann verrückt werden. Und das war genau das, was Dr. B. tat. Alles in allem ein faszinierendes Buch für Fans historischer Romane und subtiler Psychogeschichten, Schiffskreuzfahrer und Schachspieler. 

3. Die Tante Jolesch, von Friedrich Torberg

Stefan Zweig und mehr: Cafe LandtmannÖsterreichische Literatur. Bis heute zitieren einige der älteren Einheimischen noch das Tante Jolesch in ihrer unendlichen Weisheit. In Tante Jolesch oder der Niedergang des Westens in Anekdoten Der jüdische Wiener Autor Friedrich Torberg (1908 bis 1979) malt ein höchst amüsantes und authentisches Porträt des intellektuellen Lebens der jüdischen Gemeinde in Wien vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Wesentlichen dreht sich die Geschichte um die beliebte Tante Jolesch, eine entschlossene jüdisch-Wienerin, die alle mit ihrem klugen Verstand und ihrer scharfen Zunge überlistet.

Insbesondere die Beschreibungen der vielen Charaktere im Buch stammen eindeutig aus dem wirklichen Leben. Tatsächlich erinnern sie mich an die Anekdoten, die mein eigener Wiener Großvater erzählte. Da große Teile des Buches die lokale Kaffeehauskultur beschreiben, können Sie sich perfekt vorstellen, in einem Wiener Kaffeehaus wie Sie die Seiten umblättern. Meine Lieblingsanekdote aus dem Buch ist übrigens die Geschichte, warum jeder in der Familie verrückt nach Tante Joleschs Weißkohlnudeln ist… weil sie nie genug macht.

4. Der Gaulschreck im Rosennetz, von Fritz von Herzmanovsky-Orlando

Der Gaulschreck im Rosennetz von Fritz von Herzmanovsky-Orlando (XNUMX - XNUMX) ist einer seiner Meisterromane. Mit komischen Phantasien und amüsanten Übertreibungen entwirft der Autodidakt und Illustrator eine bizarre Karikatur von Wien im Biedermeier vor XNUMX. (Wenn Sie übrigens Italo Calvino mögen, gefällt Ihnen wahrscheinlich Herzmanovsky-Orlando.) In dem Roman plant der österreichische Beamte Jaromir Edler von Eynhuf, Kaiser Franz I. anlässlich seines XNUMX. Regierungsjubiläums die Zahl XNUMX aus XNUMX Milchzähnen zu überreichen. Auf der Suche nach dem Milchzahn einer Sängerin verliebt er sich in sie. Anschließend nimmt das Schicksal seine tragisch-komische Wendung.

Der Roman ist Teil von Herzmanovskys Österreich-Trilogie und enthält 24 Illustrationen des Autors (siehe Titelbild). Da Herzmanovskys Literatursammlungen gerne den österreichischen öffentlichen Dienst parodieren, greifen übrigens viele Österreicher der älteren Generation mit Beamtenkarriere nach ihnen.

5. Radetzky Marsch, von Joseph Roth

In Österreich angesiedelte Romane: Österreichisch-ungarische Militäruniformen im Museum für MilitärgeschichteÖsterreichische Literatur. Nicht nur Stefan Zweig porträtierte den Niedergang des Österreichisch-Ungarischen Reiches. Noch umfassender verwendet der österreichische Schriftsteller Joseph Roth (1894 bis 1939) die Geschichte einer traditionellen österreichischen Familie während dreier Generationen: Im Familienroman Radetzky Marsch Die Familie von Trotta lebt durch Jahrzehnte eines zerfallenden österreichisch-ungarischen Reiches. Unter einer Vielzahl tragischer Ereignisse und emotionaler Turbulenzen entsteht ein soziales Wertesystem, das eng mit dem politischen Verfall der Habsburger verbunden ist. Wenn Sie die Karrieren der von Trotta im Militär- und öffentlichen Dienst verfolgen, wird ihre Loyalität gegenüber der Monarchie zunehmend in Frage gestellt.
Was den Buchtitel betrifft, werden sich  Johann Strauss Fans an die berühmte Marschmusik erinnern, die Strauss Mitte des 19. Jahrhunderts komponierte. Bis heute spielen die Wiener Philharmoniker übrigens regelmäßig den Radetzky-Marsch beim Neujahrskonzert. In den Jahren 1964 und 1995 verwandelten die österreichischen Filmemacher Michael Kehlmann und Axel Corti die Trilogie in einen Film und eine TV-Adaption in drei Folgen.

6. Die Klavierlehrerin, von Elfriede Jelinek

Österreichische Literatur. Nichts für schwache Nerven ist Die Klavierlehrerin von Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek (geb. XNUMX). Im Wesentlichen dreht sich die Geschichte um das Leben und Leiden einer Wiener Klavierlehrerin. Seit Jahren ist Erika Kohut der Gewalt und totalen Herrschaft ihrer Mutter ausgesetzt. Schließlich entwickelt sie eine tragische Beziehung zu einem ihrer Schüler, die in Vergewaltigung endet. Im Jahr XNUMX verwandelte der österreichische Filmemacher Michael Haneke das Buch in einen Film mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle.

7. Bestes Cartoon-Buch: Das Beste, von Deix

Obwohl Das Allerbeste von Deix ist eher ein Comic-Bilderbuch als ein Roman, den man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man nach Österreichs Seele sucht. Kein anderer als der berühmte Karikaturist Manfred Deix (1949-2016) hat die österreichische Seele besser auf eine witzigere, aber bösartigere und skandalösere Weise entlarvt. In den 1980er Jahren wurde Deix durch seine Cartoons für führende österreichische Wochenzeitungen sehr beliebt. Tatsächlich liebten die Österreicher ihre politischen und kirchlichen Skandale nicht zuletzt wegen Manfred Deix 'brillant ekelhaften, aber so wahrheitsgemäßen Zeichnungen. Das Allerbeste von Deix sammelt die schärfsten Zeichnungen des Karikaturisten aus den neunziger Jahren.

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